Oliver Junk

Oberbürgermeister #Goslar

 

Herzenssache Goslar/ Harz Camp Goslar

Sep 7, 2019 | Herzenssache

weitergekommen: Potentiell geeignete Flächen hatten wir z.

B. mit dem Parkplatz Füllekuhle, dem Parkplatz Hildesheimer-Straße, dem

Aquantic, dem Herzberger-Teich identifiziert. Die Marketinggesellschaft

hatte aber genau so wenig Interesse wie die Stadt Goslar an der

Herrichtung einer solchen Anlage (Schranken, Strom, Entsorgung etc.) wie

am Betrieb.

Und so verschwand der „Vorgang Wohnmobilhafen“ wieder in der

Schublade.

Die „Camper“ in der CDU-Fraktion (Axel Siebe ist wohl unbestritten die Nr.

1, aber auch Ralph Bogisch und Norbert Schecke gehören dazu)

unternahmen dann nach der jüngsten Kommunalwahl einen neuen Anlauf

und forderten mich auf, endlich für die Stadt Goslar einen geeigneten Ort

für Wohnmobil-Reisende zu organisieren. Sie organisierten eine breit

angelegte Umfrage bei Wohnmobilfreunden und Campern im Stadtgebiet,

suchten nach guten Standorten und machten sich Gedanken über die

Betriebsform eines Wohnmobilhafens.

Schwierigkeiten bei der Abarbeitung der CDU Initiative machte aber jetzt

die Entwicklung des Pfalzquartiers. Denn der geforderte Raum für

Wohnmobile „kostet“ natürlich wichtige Stellplätze für PKWs. Klar ist:

Durch die Entwicklung des Pfalzquartiers „verliert“ die Stadt Parkraum, vor

allem Parkraum in unmittelbarer Bewirtschaftung durch die Stadt. Dies ist –

nur Randbemerkung an dieser Stelle – für mich auch ein wichtiger Grund,

warum ich das Parkhaus Bolzenstraße für die Stadt Goslar realisieren

möchte.

Daneben begann – auch das sollte nicht vergessen werden – die Diskussion

um die teilweise Umnutzung des Parkplatzes Hildesheimer Straße für ein

Ärztehaus.

Das alles hat die Suche nach einem geeigneten Standort für Wohnmobile

nicht leichter gemacht.

Ich persönlich habe dann die Verbindung eines Wohnmobilhafens mit dem

Aquantic-Bad favorisiert. Warum? Nun, das Herrichten eines Platzes mit

Schranke, Strom etc. ist eben nur ein Teil. Ein attraktiver Platz benötigt aber

auch Duschen und WC, Entsorgungsmöglichkeiten….. Wäre nicht eine

Verbindung mit unserem Schwimmbad sinnvoll gewesen?

Aber der Teufel steckt dann wieder im Detail! Die Nutzung des Osterfeldes

(Stichwort Schützenfest!) verträgt sich irgendwie nicht richtig mit der

Wohnmobilnutzung auf dem Osterfeld….

Ergo: Wieder alles in die Schublade und auf einen besseren Einfall warten.

Aber so ganz umsonst war die Initiative der CDU nicht, denn der Goslarer

Unternehmer Steinmann verfolgte interessiert die

Presseberichterstattung zu unseren Überlegungen. Und es verstärkte

seinen Plan, einen Wohnmobilhafen in Goslar zu betreiben.

Und er hatte dann Kontakt mit Norbert Schecke aufgenommen, der ihn

motivierte, sich mit mir an einen Tisch zu setzen, um die positive Begleitung

der Stadt für die Übernahme des Campingplatzes sicherzustellen. Denn

genau diesen Campingplatz Sennhütte hatte sich Herr Steinmann für sein

Vorhaben ausgesucht.

Klar, dass Norbert Schecke und Herr Steinmann bei mir offene Türen für das

Vorhaben vorgefunden haben…

Die Gespräche zwischen den Eigentümern des Campingplatzes Sennhütte,

stadtnah gelegen an der Bundesstraße in Richtung Hahnenklee und

Clausthal, und Herrn Steinmann gestalteten sich positiv, wenn auch nicht

ohne Hürden.

Und mit Hilfe der städtischen Wirtschaftsförderung gelang es auch,

Fördermittel aus Hannover für die Erweiterung der touristischen

Infrastruktur im Westharz zu organisieren. Steinmann und die Eigentümer

wurden einig, der Betrieb ging vor wenigen Tagen, am 01.09.2019, über.

Und wer aktuell am Campingplatz vorbeifährt, der sieht schon ganz viel

Veränderung: Der Platz wird zunächst komplett frei geräumt, d. h. auch alle

Dauercamper müssen vom Platz. Dann erfolgt der Umbau: Aufwändige und

begrünte Lärmschutzwand zur Straße (dies allein bedeutet Kosten zwischen

150.000 und 200.000 EUR), neues Sanitärgebäude,

kleine Ferienhäuser, neue Wasser- und Abwasserleitungen, neue

Gastronomie – und natürlich reichlich neue Stellplätze für Wohnmobile.

Auch ein oder zwei E-Autos werden für die Camper für Kurzausflüge in den

Harz oder nach Goslar zur Verfügung stehen. Damit verbunden ist natürlich

eine frei zugängliche E-Ladesäule.

Viel Umbau, viel Investition. Deshalb schließt der Campingplatz jetzt zum

18.10.2019, die Neueröffnung als „Harz Camp Goslar“ soll am 01. Mai

2020 erfolgen. Dann ist der Campingplatz Sennhütte Geschichte, aber die

Stadt Goslar erhält endlich die so dringend gewünschten

Wohnmobilstellplätze in unmittelbarer Nähe zur Altstadt.

Und darüber hinaus entsteht neben dem Campingplatz „Kreuzeck“ ein

weiteres super attraktives Angebot im Stadtgebiet für alle Campingfans, ob

nun Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt.

Herr Steinmann wird den Betrieb des Platzes mit seiner Familie managen.

Der Sohn wird für die Gastronomie verantwortlich sein, die Tochter

unmittelbar für die Vermietung der Plätze und Ferienhäuser – so ist es

jedenfalls aktuell geplant.

Ich bin sicher, dass der Platz eine Bereicherung wird. Goslar ist attraktiv für

Städtetouristen und die sind eben gerade auch mit einem Wohnmobil

unterwegs.

Und ich bin sicher, dass wir endlich ein wichtiges Thema für die Stadt Goslar

gelöst haben.

Ich danke der Familie Steinmann für das Engagement und den Mut!

Ich danke Norbert Schecke für seine Vermittlung und seine Beharrlichkeit

bei dem Thema Wohnmobilstellplätze. Ich danke aber auch meiner

Verwaltung. Die städtische Wirtschaftsförderung hat sich massiv engagiert

und auch alle weiteren beteiligten Verwaltungseinheiten wie z. B.

Stadtplanung und Tiefbau haben sich als Möglichmachverwaltung

präsentiert.

Ich freue mich auf die Neueröffnung im Mai des nächsten Jahres und

vielleicht schaue ich ja auch mal mit meinem Wohnwagen vorbei, bei Lars

und Lydia in Bockswiese haben mir die Wohnwagenkurzurlaube im

Stadtgebiet bisher immer eine große Menge Spaß gemacht……

Nach der schönsten ehrenamtlichen Tätigkeit befragt antwortet Christine

Hochreuter schnell: „Die Arbeit im Vorstand des Frauenhauses war das

Schönste: Keine Ellenbogen und echte, wirksame Hilfeleistung für Frauen

und Kinder!“

„Ich habe mich immer engagiert. Schon für die Elternvertretung in der

Schule konnte ich nicht „Nein“ sagen“, so Hochreuter. „Christa macht des

schoa!“, war der Satz in Bayern.

Mich fasziniert Frau Hochreuter, insbesondere ihre Leidenschaft für das

Thema Fußball. Und weil mich der FC Bayern überhaupt nicht fasziniert,

musste ich sie natürlich fragen, wie man als Fränkin FC Bayern Fan werden

kann! „Als Fränkin ist man doch Clubberer, oder?“, frage ich. „Und als in

Goslar reingeschmeckter Oberfranke ist man auch keiner Werder-Fan“,

antwortet sie. „Nur weil es alle machen, muss man es ja nicht machen“,

ergänzt sie. Und so war sie in Franken mit ihrer Bayern-Leidenschaft schon

Exotin; aber sie war auch oft mit ihrem Vater bei den Fürthern… Jedenfalls

hat sie nach dem Tod ihres Ehemannes – gegen das „Alleinsein“ – einen FC

Bayern Fanclub gegründet. 1993 war das. Viele Besuche im Olympia-

Stadion wurden organisiert.

„Belit Onay war mit seinem Vater oft dabei“, erzählt sie. Einig sind wir uns.

Ein sympathischer Kerl, ein toller Botschafter unserer Stadt, ein engagierter

Landtagsabgeordneter und natürlich schauen wir auch gespannt auf seine

OB-Kandidatur in Hannover.

Politisch ticken Frau Hochreuter und ich ähnlich. Wir mögen die braunen

Zeitgenossen überhaupt nicht und wir beide sind leidenschaftliche Fans von

Angela Merkel. „Ohne Merkel wäre die CDU heute überhaupt nicht mehr so

stark, das sollten viele alte Männer mal nicht vergessen! Merkel nötigt mir

allerhöchsten Respekt ab. Das alles so durchzustehen – auch gegen die

Männer“, sagt Hochreuter.

„Und was kann der Oberbürgermeister in Goslar besser machen?“, frage ich

sie. Frau Hochreuter antwortet: „Seit es mir körperlich nicht mehr so gut

geht, merke ich, wie wichtig das Thema Barrierefreiheit ist. Wieviel

Unsicherheit und Ängste schon kleine Wege auslösen. Geländer, Pflaster,

Treppenstufen – wir müssen in Goslar das Thema im Hinblick auf die

alternde Bevölkerung stärker betrachten.“ Besonders gefällt ihr die

Fliegerhorstentwicklung. „15 Jahre war doch nur Gerede, jetzt geht es

richtig voran. Und immer wenn ich Besuch habe, zeige ich den Fliegerhorst

zuerst.“

Ich hätte gerne noch ein wenig geplaudert mit ihr. Aber leider gab es mein

Terminkalender nicht her, das Frühstück auszudehnen.

 

„Ich mag die Politik, Fußball und ab und zu einen Kuchen backen“, sagt

Frau Hochreuter.

Ich freue mich, sie wiederzusehen. Vielleicht beim Kaisermahl am Freitag?

Ganz sicher aber im Rahmen der Kaisserringverleihung am Samstag.

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