Oliver Junk

Oberbürgermeister #Goslar

 

Herzenssache Goslar/ Unser Walderlebnispfad

Mrz 13, 2021

„Entweder wir machen das richtig oder überhaupt nicht!“ –  das war meine klare Position im Rahmen eines Ortstermins mit Verantwortlichen der FreiwilligenAgentur im August 2019 zum Thema Walderlebnispfad.  Vorangegangen war ein Hilferuf von Frau Marion Bergholz, der Leiterin der FreiwilligenAgentur Goslar, vom 23. Mai 2019. Der Waldlehrpfad bzw. Walderlebnispfad, ausgehend vom Frankenberger Teich, müsse dringend renoviert werden.

 

Der Waldlehrpfad wurde 1999 angelegt und um den Walderlebnispfad 2005 erweitert. Es handelt sich um eine Strecke von insgesamt circa 4 Kilometern. Die Informationstafeln sind inzwischen zum großen Teil verfallen und wurden in den vergangen Jahren nicht mehr erneuert.

 

Im Rahmen des Termins vor Ort im August 2019, auch Verwaltungskollegen und die 2. Bürgermeisterin Renate Lucksch waren dabei, habe ich mich dafür ausgesprochen, nicht nur Bänke, Schilder und Attraktionen zu reparieren, sondern auch das pädagogische Konzept des Pfades zu überarbeiten; „entweder richtig oder gar nicht!“.

 

Über meinen Harzklub-Freund Karsten Peiffer hatte ich den Kontakt zu der Waldpädagogin Dr. König vermittelt, die für die Niedersächsischen Landesforsten arbeitet. Und ich hatte um Kostenschätzungen gebeten: Reparatur 30.000 €;  deutliche Aufwertung mind. 80.000 €. Das waren die ersten Zahlen.

 

Und deshalb wurden die Ratsgremien einbezogen. Die Kolleginnen und Kollegen  (Ratsentscheidung am 17.12.19) hatten dann zunächst die Bereitstellung von 50.000 EUR beschlossen: 5.000 EUR für die Planung und 45.000 EUR für die Umsetzung.

 

Die Verwaltung hat daraufhin in Zusammenarbeit mit der zertifizierten Waldpädagogin Angela Eilers, der Stadtforst Goslar und der FreiwilligenAgentur erarbeitet, dass eine Instandsetzung der bereits vorhandenen Stationen wenig wirtschaftlich und nachhaltig ist und der Pfad einer grundlegenden Neugestaltung bedarf. Ein besonderer Fokus wurde dabei neben einem pädagogisch wertvollen Konzept auf Innovation, Interaktion und Nachhaltigkeit gelegt. Darüber hinaus sollte der Walderlebnispfad nach der Neugestaltung ein Alleinstellungsmerkmal in der Region besitzen zum Zwecke der besseren touristischen Vermarktung.

Hinweis: Foto entstand 2019 vor Corona

Gemeinsam mit der Firma Hochkant wurde sodann eine Neukonzeption erarbeitet. Und mit dieser gründlichen Konzeption sind auch die Kosten gründlich gestiegen.

 

Die Gesamtkosten werden aktuell mit knapp 200.000 EUR beziffert. Aber mit diesem attraktiven Konzept sind wir überzeugt davon – gemeinsam mit den städtischen Eigenmitteln – Fördermittelgeber (z. B. Umweltstiftungen) für einen Zuschuss zu überzeugen.

 

Bei der Erstellung der Stationen werden wir grundsätzlich Wert auf hochwertige,

umweltfreundliche und wartungsresistente Materialien legen; und auch dauerhaft jährliche Wartungs- und Instandhaltungskosten in Höhe von 5.000 EUR im städtischen Haushalt hinterlegen. Anderenfalls werden wir die dauerhafte Attraktion nicht dauerhaft erhalten.

 

Folgende Stationen haben wir z. B. vorgesehen:

 

 

  • Was der Wald für uns leistet
  • Im Wald gibt es keinen Müll
  • Tiere im Wald
  • Baumhaus
  • Bäume des Waldes
  • Holzeigenschaften
  • Wasserkreislauf im Wald
  • Grundwasserentstehung
  • Pilze
  • Nachts im Wald
  • Insekten im Wald
  • Naturverjüngung im Wald

Hinweis: Foto entstand 2019 vor Corona

Konkret wollen wir die Themen Wald und Waldökologie auf möglichst anschauliche und nachhaltige Weise vermitteln. Dabei sollen auch interaktive Elemente dafür sorgen, dass die Besucherinnen und Besucher neugierig werden und zum Mitmachen/Mitdenken animiert werden.

 

Zur Zielgruppe gehören nicht nur Touristen, sondern gerade auch wir – die Einheimischen; insbesondere Kinder- und Jugendgruppen.

Es entsteht also ein zeitgemäßes touristisches und umweltpädagogisches Angebot.

 

 

Und wir wollen bewusst am bestehenden Ort bleiben. Es handelt sich nämlich hier um einen strukturreichen Mischwald. Auch die durch den Schieferabbau geprägte Geländetopographie bietet großes Potenzial für eine authentische Themendarstellung mit engem biologischen und kulturhistorischen Ortsbezug…

 

Ich sage Dank allen Akteuren im Prozess; den Menschen, die dieses schöne Projekt möglich machen. Ich freue mich auf die Umsetzung.

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