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Oberbürgermeister #Goslar

 

Branchenübergreifender Gedankenaustausch zum Thema „Standortfaktoren für Wirtschaftsbetriebe im Harz“

 

Aug 30, 2021

Goslar/Hahnenklee.

Rund 25 Wirtschaftsvertreterinnen und Wirtschaftsvertreter aus den Landkreisen Goslar und Göttingen haben sich auf Einladung von Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und Maik Schenkhut, Geschäftsführender Gesellschafter der Wentorf & Schenkhut GmbH und CDU-Kreistagskandidat im Landkreis Göttingen, in Hahnenklee getroffen.

 

Das Treffen zum Thema „Standortfaktoren für Wirtschaftsbetriebe im Harz“  fand im „1894 – Bistro & Bar“ in der Rathausstraße 8 in Hahnenklee statt, einem jungen und modernen Restaurant mit angrenzender Minigolfanlage, um auf den aktuell durch viele private Investitionen vorangetriebenen und durch Gelder der Städtebauförderung unterstützten Modernisierungsprozess in dem Kurort aufmerksam zu machen.

 

„Hahnenklee gewinnt spür- und sichtbar an Attraktivität und Tourismus!“, betonte Junk bei seiner Begrüßung.

 

Impulse für den Gedankenaustausch gaben neben Junk und Schenkhut die Hausherren Sven und sein Sohn Meno Peemöller, der Geschäftsführer der EIN HARZ GmbH, Herr Frank Uhlenhaut, sowie der Lehrstuhlinhaber für High-Tech Innovation & Entrepreneurship an der Technischen Universität Braunschweig sowie an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Brauschweig/ Wolfenbüttel, Prof. Dr. rer. pol. Reza Asghari.

 

Prof. Dr. Asghari stellte in seinem Impulsvortrag die Chancen des Ländlichen Raums für Betriebsneugründungen in den Vordergrund. „Gründungsgeist und Gründungskultur sind entscheidend!“, so der Lehrstuhlinhaber.

 

Die Gründungsquote in Deutschland sei nach wie vor eher gering, obwohl durch die Digitalisierung nicht mehr vornehmlich Großstädte bei der Standortfrage für die Ansiedlung neuer Unternehmen im Fokus stünden, sondern auch der ländliche Raum zunehmend an Attraktivität gewinne.

 

„Firmengründungen seien nicht mehr derart von einer guten, urbanen Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur abhängig; Faktoren wie vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, Bildungsangebote und die Wohnqualität für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden zunehmend wichtig bei Gründungsentscheidungen!“, ergänzte Schenkhut.

 

 

Prof. Dr. Asghari würdigte in diesem Zusammenhang den jüngst verstorbenen Goslarer Unternehmer und Pionier Dr. Jochen Stöbich, der 1980 die Stöbich Brandschutz GmbH gründete, ein heute weltmarktführendes Brandschutzunternehmen. Dr. Stöbich hat im Jahr 2020 der Technischen Universität Braunschweig den „Stöbich Entrepreneurship Promotionspreis“ gestiftet, der jährlich eine herausragende Dissertation auf dem Gebiet der Gründungsforschung auszeichnet.

 

Weiteres Thema der Wirtschaftsrunde war die erfolgreiche Vernetzung von Regionen, Städten und Gemeinden, Wirtschaftsunternehmen sowie Hochschulen durch die EIN HARZ GmbH. Geschäftsführer Frank Uhlenhaut stellte dabei insbesondere das angelaufene E-Carsharing-Projekt im Harz vor.

 

In der Diskussion wurde deutlich, dass die EIN HARZ GmbH insbesondere bei der Anwerbung von Fachkräften für den Tourismus eine starke Rolle spielen muss. „Hier kann nur die Region gemeinsam Werbung machen, nicht ein einzelner Betrieb!“, sagte EIN HARZ -Chef Uhlenhaut.

 

Branchenübergreifender Fachkräftemangel, stärkere Kooperation im Harz, Attraktivierung der Region und des Arbeits- und Wohnumfeldes, waren weitere Themen der Unternehmerinnen und Unternehmer.

 

Schenkhut fasste abschließend zusammen, dass die Unternehmen im Harz in Zukunft noch stärker und enger kooperieren müssen. „Die EIN HARZ-Initiative ist dabei eine wertvolle Plattform, die gemeinsam noch stärker werden kann!“, so Schenkhut abschließend.

 

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