Zwischenruf!

Oberbürgermeister #Goslar

 

Unser Wirtschaftsstandort Goslar hat ganz viel Kraft!

Apr 17, 2021

In den vergangenen Wochen haben wir unseren lokalen Handel in der Innenstadt in den ganz besonderen Blick genommen. Wichtig. Ohne attraktiven Einzelhandel in der Altstadt funktioniert unsere Stadt nicht. Und die Entscheidung ist gut: Wir werden ein ganzheitliches Innenstadtmanagement aufsetzen. Einen personellen Vorschlag für die Besetzung der Stelle eines Innenstadtmanagers werde ich der Ratspolitik in der nächsten Woche machen.

 

Aber die Themen Wirtschaft und Handel beschränken sich nicht nur auf die Altstadt. Beispiele? Das Gelände von Max-Bahr sowie REAL im Fachmarktzentrum Gutenbergstraße warten auf Nachfolgelösungen. Die haben wir mit den Eigentümern erarbeitet. Die Goslarsche Zeitung berichtete bereits.

 

Heute möchte ich die Aufmerksamkeit auf den Industrie- und Wirtschaftsstandort im Stadtteil Oker lenken. Ich freue mich sehr über die positive Entwicklung der Unternehmen, die umgangssprachlichen alle (noch) unter H.C. Starck firmieren. Ausdrücklich einbeziehen darf ich die Firma Chemitas mit dem Firmensitz in der Baßgeige (Jochen Weber und Norman Koch) & PDV-Software (Tristan Niewisch), die im ehemaligen Buchhaltungsgebäude von H.C. Starck arbeiten.

Die Entwicklung am Standort „Borchers-Kurve“ ist in jedem Bereich in der jüngeren Vergangenheit als „ganz prima“ zu beschreiben. Das war in den vergangenen Jahren leider nicht immer so.

1920 in Berlin gegründet und seit 1935 – durch den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der Gebr. Borchers AG, die 1807 in Goslar gegründet wurde und seit 1900 Wolframmetall produzierte – aus unserer Stadt nicht mehr wegzudenken: H.C. Starck ist heute unlängst einer der weltweit führenden Wolframanbieter.

Die Firma unterhält neben dem größten Standort hier im Goslarer Stadtteil Oker auch Standorte in Kanada sowie in China. Die Firmengeschichte ist beeindruckend. In den 1980er Jahren übernahm die Bayer AG die Firmenmehrheiten und verkaufte H.C. Starck 2007 an ein Konsortium von Finanzinvestoren. Eine nicht immer gute Zeit folgte. Die Firmenzentrale wurde nach München verlagert.

 

2011 schloss sich H.C. Starck mit der Jiangxi Rare Metals Tungsten Holding zur Stärkung des Wolframgeschäfts in China zusammen, 2013 folgte der Zusammenschluss mit Nui Phao Mining zur Herstellung von Wolframchemikalien in Vietnam.

 

2016 wird das operative Geschäft der Division „Tungsten Powders“ auf die „H.C. Starck Tungsten GmbH“ übertragen. So heißt das Unternehmen heute. Die Firma stellt Wolfram her und betreibt eine der größten Recycling-Anlagen für dieses Metall. Eigentümer ist inzwischen die vietnamesische Masan High-Tech Materials.

 

In 2018 wurden zwei weitere Teilbereiche der Firma ausgegliedert: Der Bereich „Surface Technology and Ceramic Powders“ ging an die schwedische Höganäs AB über und den Bereich „Tantalum and Niobium“ übernahm die japanische JX Nippon Mining & Metals Corporation. Die Tochter Taniobis GmbH in Oker ist weltweit einer der führenden Hersteller für Tantal. Mit dem Geschäftsführer, Herrn Marukawa, habe ich mich erst vor wenigen Tagen über die aktuellen Strategien des Unternehmens sehr intensiv gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Dirk Becker und dem Ersten Stadtrat Burkhard Siebert ausgetauscht.

Neben aller „Globalität“ der Akteure und Prozesse im Firmengefüge bin ich deshalb sehr froh über die wichtige, zukunftsweisende Rolle der Firmen am Standort in Oker. Hier wird Forschung betrieben und Innovationen der Zukunft entwickelt. In Oker wird investiert und es werden Arbeitsplätze geschaffen. Ich bin sehr froh darüber.

 

Ohne den Bergbau würden wir heute die Unternehmen mit den vielen hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht erleben. Bei der Herstellung von gefragten Metallen spielen die Goslarer Unternehmen weiter eine gewichtige Rolle. Und weil diese Metalle immer seltener und teurer werden, spielt Recycling eine große Rolle, auch und gerade in Oker.

 

Professor Daniel Goldmann, Inhaber des Lehrstuhls für Recycling an der TU Clausthal, koordiniert federführend das REWIMET-Netzwerk. Seit über 10 Jahren arbeitet dieses Recycling-Cluster wirtschaftsstrategische Metalle. Auch mit ihm habe ich mich vor wenigen Tagen getroffen. Er ist Mitinitiator der Recyclingregion Harz; auch an dieser Stelle wirkt EIN HARZ. Und es freut mich, dass die vorgenannten Unternehmen Teil des wichtigen Netzwerkes sind.

 

Ich werde Prof. Daniel Goldmann gerne weiterhin unterstützen, „sein“ Ziel für Goslar und den Harz, den Weg zur „Circular Region“ zu meistern. „Es wird zukünftig immer stärker um Rohstoffzirkulierung gehen!“ erläuterte mir Prof. Goldmann. Weiter so! Bergbau und Verhüttungsindustrie sind nicht Geschichten fürs Museum, sie wirken heute fort.

 

Alle vorgenannten Firmen mit weit über 1.000 Arbeitsplätzen gehören dazu.

 

Gute Nachrichten in Goslar.

 

#WirtschaftsstandortGoslar

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