Pressemeldung zum aktuellen Regionsranking

Statement des Kandidaten für das Amt des Regionspräsidenten zur heutigen Veröffentlichung des Regionalrankings des Instituts der deutschen Wirtschaft:

 

Hannover. Das heute veröffentlichte Regionalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt erneut: Die Region Hannover bleibt wirtschaftlich hinter ihren Möglichkeiten zurück, während der Partnerlandkreis der Region Hannover, der Landkreis München, die wirtschaftlich am stärksten entwickelte Region in Deutschland bleibt.

Das neue Ranking beweist die fehlende Dynamik der Region Hannover. Hannover verfügt über nahezu alle Voraussetzungen einer Spitzenregion: zentrale Lage, starke Universitäten und Hochschulen, Industrie, Logistik, Infrastruktur und hohe Lebensqualität. Umso ernüchternder ist es, dass wir im bundesweiten Vergleich erneut nur im Mittelfeld landen. Besonders problematisch ist nicht die fehlende wirtschaftliche Substanz, sondern die mangelnde Dynamik der Region. Andere Regionen treten entschlossener auf, ziehen mehr Zukunftsbranchen an und entwickeln deutlich mehr wirtschaftliche Sichtbarkeit. Hannover wirkt dagegen oft zu behäbig, zu verwaltend und zu wenig ambitioniert.

Auch hier bestätigt sich die nur wenige Woche alte Allensbach-Umfrage: Vom Land und der Region ist kein klares Bild vorhanden: Zuerst Lüneburger Heide, Volkswagen, Landwirtschaft und Nordsee.

Nicht blass. Nicht langweilig. Sondern lebendig, laut und attraktiv – so muss die Region daherkommen und wahrgenommen werden. Sichtbar und selbstbewusst. Nur ein starker, dynamischer Standort gewinnt Innovationen, Investitionen und Menschen, die hier leben und ihre Zukunft gestalten wollen.
Das aktuelle Ranking untersucht die Entwicklung der Regionen über einen längeren Zeitraum und bewertet nicht nur die aktuelle Wirtschaftskraft, sondern auch die Zukunftsfähigkeit und Entwicklungsdynamik. Gerade deshalb müsse das Ergebnis ein Warnsignal für die Region sein. Eine Region mit 1,2 Millionen Menschen darf sich nicht dauerhaft im Mittelfeld einrichten. Wir brauchen mehr Tempo, mehr Innovationskraft, schnellere Entscheidungen und einen klaren wirtschaftspolitischen Anspruch.

Ich fordere einen Mentalitätswechsel in der Regionspolitik und Regionsverwaltung und mehr strategischen Ehrgeiz für die wirtschaftliche Entwicklung Hannovers. Hannover ist nicht zu klein für die Spitze. Wir sind nur zu oft zu zufrieden mit dem Mittelfeld.

 

Hintergrund:

Die Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und der IW Consult vergleicht rund 400 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland hinsichtlich Wirtschaftskraft, Arbeitsmarkt, Innovationsfähigkeit und Zukunftsdynamik. Das Ranking erscheint regelmäßig im Abstand von etwa zwei Jahren und gilt bundesweit als wichtige Standortanalyse.

Oliver Junk