OLIVER JUNK

 Ihr Regionspräsident - Oliver Junk.

prof-dr-oliver-junk_54907833824_o.jpg

Die Region kann so viel mehr. Das heißt konkret:

Die Region Hannover wird Ehrenamtsregion Nr. 1 in Deutschland

Ich möchte die Region Hannover zur Ehrenamtsregion Nr. 1 in Deutschland machen. Ohne Ehrenamt funktioniert diese Region nicht. Ehrenamt ist systemrelevant. Und deshalb stehe ich für einen Paradigmenwechsel.

Ehrenamt ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Eben nicht: „Nice to have“ und „freiwillig“, sondern: Systemrelevant. In der Region Hannover engagieren sich rund 440.000 Menschen freiwillig – mehr als jede dritte Person. Dieses Engagement ist kein Beiwerk, sondern systemrelevant für Sport, Sicherheit, Soziales, Kultur, den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die Demokratie.

Auf die Veränderungen im Ehrenamt und in Vereinen (Demographie und gesellschaftliche Veränderungen) muss die Politik reagieren. Ich möchte weg von Strategien, Koordinationen und zeitlich befristeten Projekten.

Ich möchte hin zu:

  • Ehrenamt ist nicht irgendetwas “on top”, sondern Regelbetrieb und dauerhafte Aufgabe für die Regionsverwaltung.

  • Ehrenamt ist eine Haushaltsstelle, kein Fördertopf. Es wird strukturelle Unterstützung organisiert, nicht nur punktuell.

  • Ehrenamt ist Querschnittsaufgabe der Gesamtverwaltung: keine Einzelzuständigkeit durch Ehrenamtsbeauftragten oder Ehrenamtskoordination

  • Ehrenamt benötigt sichtbare Wertschätzung

  • Ehrenamt braucht Zeit; wer Ehrenamt will, muss Zeit ermöglichen (kommunale Freistellungsvereinbarungen mit lokalen Betrieben, Region als Arbeitgeber mit Vorbildfunktion, Sitzungsfreundliche Zeiten) – Die Region kauft keine Motivation, wir müssen Zeit kaufen durch Entlastung, Vereinfachung, Infrastruktur.

  • Ehrenamt benötigt Räume

Fokus: Wirtschaft und Arbeit

Mehr Wirtschaft und mehr Arbeit ist kein Leitbild, sondern ein Handlungsauftrag. Deshalb verspreche ich eine “Genehmigungsverwaltung”. Schnell weg von den Spitzenpositionen in der Insolvenzstatistik und der Arbeitslosenquote und hin zu:

  • Geschwindigkeit in der Verwaltung: Entscheidungen in der Verwaltung  müssen sich an einer einfachen Frage messen lassen: Schafft sie Arbeitsplätze, sichert sie bestehende oder verhindert sie Investitionen?

  • Zentraler Ansprechpartner für Entscheidungen: Verwaltung ist Möglichmacher und deshalb muss Verantwortung in der Verwaltung gestärkt werden. Entscheiden. Und Ausrichten einer Gesamtverwaltung auf Wirtschaftsförderung. Gute Wirtschaftsförderung ist das Zusammenspiel von allen Verwaltungsteilen.

  • Attraktivität: Die Attraktivitätssteigerung der Region ist wesentlich für das Thema Fachkräftegewinnung und -bindung.  Wenn mit Niedersachsen nach einer aktuellen Allensbach-Umfrage zuerst Lüneburger Heide, Volkswagen, Landwirtschaft und Nordsee verbunden wird und gerade kein klares Bild vom Land vorhanden ist, dann gilt das für die Landeshauptstadt und Region Hannover noch mehr.  Nicht blass und langweilig, sondern lebendig, laut und attraktiv – so muss die Region daherkommen und wahrgenommen werden. Sichtbar und Selbstbewusst. Nur ein starker, dynamischer Standort gewinnt Innovationen, Investitionen und Menschen, die hier leben und ihre Zukunft gestalten wollen 

Bauturbo mit sozialem Kompass

Ich liefere Antworten auf steigende Einwohnerzahlen, wachsender Wohnungsnachfrage, immer mehr Ein-Personen-Haushalten und vor allem rasant steigenden Preisen bei Bau und Miete. Die Region kann einen wichtigen Beitrag leisten, damit Baukosten sinken (Stichworte sind Umfang und Geschwindigkeit von Verwaltungsprozesse und Genehmigungen). Es geht weiter mit schlüssigen Entwicklungen mit eigenen Wohnungsbaugesellschaften. Zeigen von Flächen und Prüfung des regionalen Raumordnungsprogrammes. Vorsicht: Es geht nicht nur um Geld. Einsamkeit ist eine ganz wesentlich soziale Herausforderung unserer Zeit. Wir müssen nicht nur für bezahlbares und attraktives Wohnen sorgen, sondern auch in funktionierenden Quartieren denken: Wie entsteht Zugehörigkeit und gute Nachbarschaft?

Ganz sicher: Sicherheit

Sicherheit ist kein Nebenthema, sondern Kernaufgaben der Region. Soziale Sicherheit, Jobsicherheit, innere Sicherheit: Sicherheit entsteht nicht durch Wegschauen oder Symbolpolitik, sondern durch sichtbare Präsenz, funktionierende Prävention und konsequentes Handeln – besonders dort, wo Menschen Schutz erwarten, etwa im ÖPNV, an Schulen und öffentlichen Orten.

Gesund ist: Nähe und Qualität

In der Gesundheitsversorgung brauchen wir Schluss mit falschen Gegensätzen: Hochspezialisierte Medizin im Zentrum nutzt dann nicht, wenn sie nicht erreichbar ist. Die Region muss Nähe sichern und gleichzeitig Qualität konzentrieren.

 

ÖPNV ist Infrastruktur, keine Ideologie

Ein leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr ist kein Klimaslogan, sondern wirtschaftliche und soziale Infrastruktur. Er entscheidet darüber, ob Menschen pünktlich und verlässlich zur Schule, Ausbildung, Arbeit kommen - Unternehmen Fachkräfte halten können und die Region insgesamt funktioniert. Qualität und Preis des ÖPNV entscheidet, ob eine Region als attraktiv wahrgenommen wird. Jeder PKW, der weniger bewegt wird, hilft: Und das geht nicht durch Verbote und Vergrämen, sondern durch Erhöhung der Attraktivität. Und das ist viel mehr als der Preis. Es geht um Verlässlichkeit, Sicherheit, Sauberkeit und Qualität. Und es dürfen dabei nicht nur 1,2 Millionen Menschen, sondern auch fast 250.000 Einpendler- und Auspendler mitgedacht werden.

 

Eine Verwaltung „näher am Menschen“

Bürgerinnen und Bürger haben zuallererst Anspruch darauf, dass die Aufgabenerledigung in der Regionsverwaltung verlässlich und ganz zeitnah erfolgt. Näher am Menschen eben. Dazu gehört die unbedingt notwendige Beschleunigung von Prozessen, das virtuelle Verwaltungshaus, Sorgfalt, Verlässlichkeit – und das alles  ohne abhängen von analogen Menschen. Menschen brauchen Menschen. Der Ansatz ist: Die Verwaltung ist für den Bürger da.

Und zu klären ist: Wer macht was? Die Region hat nicht das zu erledigen, was vor Ort schlüssiger erledigt werden kann. Stichwort Subsidiaritätsprinzip. Ich bin für starke Kommunen in der Region und nicht dafür, dass die Bürger für die Erledigung Ihrer Anliegen zuerst in die Regionsverwaltung Hildesheimer Straße nach Hannover fahren.

 

CDU_Dr_Junk_29_01_26-9712_verkleinert.jpg

Vor 25 Jahren wurde mit der Schaffung der Region Hannover ein ebenso mutiges wie kluges Modell der kommunalen Aufgabenerledigung geschaffen. Und heute gilt mehr denn je: Die Landeshauptstadt Hannover und die weiteren 20 Kommunen sind wirtschaftlich, infrastrukturell und gesellschaftlich so eng miteinander verflochten, dass die zentralen Zukunftsfragen für über 1,2 Millionen Menschen nur gemeinsam beantwortet werden können – in der Region.

Diese Region muss zur “Wir Region” werden. Die Kraft der Region steckt in der Vielfalt.

  • Mehr Augenhöhe zwischen Landeshauptstadt und den weiteren Mitgliedskommunen

  • Teilhabe der Menschen bei Regionsprozessen, nicht nur bei Wahlen.

Die Aufgabenerledigung in der Region Hannover verdient harte Arbeit, verlangt Führung und die Fähigkeit, sehr unterschiedliche Interessen aus 21 Mitgliedskommunen zusammenzuführen. Diese Verantwortung möchte ich gerne übernehmen.