„Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz“ – CDU-Kandidat Junk fordert klimafeste Krankenhäuser statt Konzeptlosigkeit

Angesichts immer häufigerer Hitzewellen fordert Oliver Junk, CDU-Kandidat für das Amt des Regionspräsidenten, ein verbindliches Hitzeschutzprogramm für die Krankenhäuser des Klinikums Region Hannover (KRH). Grundlage sind die Antworten der Regionsverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Bernward Schlossarek, die aus Sicht der CDU erhebliche Defizite bei der Vorbereitung auf die Folgen des Klimawandels offenbaren. Die Region verfügt weder über ein strategisches Gesamtkonzept zur Klimaanpassung ihrer Krankenhäuser noch über eine langfristige Investitionsplanung für den Hitzeschutz.

„Die Sommer werden heißer – und besonders ältere Menschen, chronisch Kranke und Pflegebedürftige leiden unter hohen Temperaturen. Deshalb muss der Hitzeschutz in unseren Krankenhäusern zur Chefsache werden. Wer Verantwortung für die Gesundheitsversorgung von mehr als einer Million Menschen trägt, darf nicht erst reagieren, wenn die nächste Hitzewelle da ist.“

Besonders kritisch bewertet der CDU-Kandidat, dass das KRH nicht einmal angeben kann, wie viele Patientenzimmer klimatisiert sind. Nach Auskunft der Regionsverwaltung wäre dies nur mit erheblichem Aufwand zu ermitteln. Gleichzeitig existiert weder ein Fünfjahres-Investitionsplan noch ein strategisches Programm zur Klimaanpassung der Klinikstandorte.

„Wer nicht einmal weiß, wie viele Patientenzimmer klimatisiert sind, kann seine Krankenhäuser nicht fit für den Klimawandel machen. Das zeigt, dass bislang eher auf einzelne Bauprojekte reagiert wird, anstatt die bestehenden Standorte systematisch weiterzuentwickeln.“, so Junk.

Zwar würden bei Neubauten Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz berücksichtigt, für die bestehenden Gebäude fehle jedoch ein verbindlicher Maßnahmenplan. Auch kurzfristige Übergangslösungen seien nach Angaben des KRH nicht vorgesehen. 

Oliver Junk fordert deshalb ein umfassendes Hitzeschutzprogramm für alle KRH-Standorte. Dazu gehören eine vollständige Bestandsaufnahme der klimatisierten Patientenzimmer, standortbezogene Maßnahmenpläne, eine mehrjährige Investitionsstrategie sowie ein regelmäßiger Bericht an die Regionsversammlung über den Fortschritt der Umsetzung.

„Hitzeschutz ist heute Teil moderner Gesundheitsvorsorge und gehört zur Daseinsvorsorge. Krankenhäuser sind kritische Infrastruktur. Sie müssen auch bei extremen Temperaturen sichere Bedingungen für Patientinnen, Patienten und Beschäftigte bieten.“

Zugleich fordert Junk, dass die Region Hannover das Thema zur politischen Priorität macht und gemeinsam mit dem Land Niedersachsen zusätzliche Fördermöglichkeiten für Klimaanpassungsmaßnahmen erschließt. Dass Förderprogramme allein nicht alle Investitionen abdecken, dürfe kein Grund sein, notwendige Maßnahmen aufzuschieben.

„Wir brauchen einen klaren Plan statt Stückwerk. Klimaanpassung ist keine Zukunftsaufgabe mehr – sie ist längst Gegenwart. Wer die Region Hannover in die Zukunft führen will, muss dafür sorgen, dass unsere Krankenhäuser den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sind.“

Oliver Junk